Der frühe Vogel erntet die Dicksten – Amandine Kartoffeln jetzt schon anbauen

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Noch frischer als aus dem eigenen Garten werden Sie Amandine Kartoffeln kaum bekommen. Selbst angebautes Gemüse schmeckt ja bekanntlich immer am besten. Während zu der Zeit von Oma das eigene Gemüsebeet und die Selbstverpflegung noch selbstverständlich waren, wurde dieses Thema mit den Jahren zunehmend eine Rarität. Mittlerweile angekommen im Zeitalter von Bio-Trends und Do-It-Yourself-Denken, findet dieses Thema doch wieder Einkehr in viele Gärten. Gesunde Ernährung und Qualität werden immer wichtiger und so steigt die Zahl derer, die stolz auf Ihr eigenes essbares Werk blicken. Eines der beliebtesten und auch wichtigsten Nahrungsmittel ist die Kartoffel. Sie ist vielseitig, lecker und gesund.

Amandine Kartoffeln

Einige Kartoffelsorten können Sie jetzt schon keimen lassen. Wenn Sie also besonders früh die ersten eigenen Kartoffeln ernten wollen, dürfen Sie nun anfangen. Einige Sorten werden bereits ab Mitte März ausgesät. Die Amandine ist ein recht junges Gemüse, wurde es doch 1994 das erste Mal in der Bretagne geboren. Sie ist die Schönheitskönigin unter den Kartoffeln. Ihre dünne Schale ist makellos. Außerdem besitzt sie eine gleichmäßige Form, ist hell und relativ klein. Da sie wenig Stärke beinhaltet, festkochend und sehr zart im Geschmack ist, zählt die Amandine zu einer der beliebtesten Kartoffeln.

Der Weg zur eigenen Amandine

Jetzt ist die perfekte Zeit um die Amandine vorkeimen zu lassen: Bei etwa 10 °C, niedriger Luftfeuchtigkeit und ein bisschen Licht. Legen Sie die Kartoffeln in eine mit Erde befüllte Kiste und lagern diese ganz einfach im Keller.

Mitte März geht es dann los: Die Kartoffeln können raus und – am besten unterlegt mit Kompost – ca. 10 cm tief ins Beet. Halten Sie einen Abstand von knapp 30 – 50 cm zwischen den Kartoffeln ein.

Zum Anbau empfiehlt sich ein sandiger oder lehmiger Boden, nur locker muss er sein. Ideal ist es, wenn Sie den Boden vorab mit dem Garteneigenen Kompost gedüngt haben.

Haben Sie die Kartoffeln gesetzt, geben Sie Erde drüber. Sobald Sie die ersten Triebe sehen, geben Sie noch etwas Erde nach. Damit verbessern Sie den Frostschutz.

Sind die Triebe dann 10 – 15 cm lang, häufen Sie rundherum noch einmal ordentlich Erde auf damit kein Licht an die Knollen kommt. Wiederholen Sie das mehrfach, können sich sogar mehrere Lagen Kartoffeln bilden.

100 Tage später, ungefähr Mitte Juni, sollten die Kartoffeln reif sein. Erkennen können Sie das an den  oberirdischen abgestorbenen Kartoffelpflanzen. Geben Sie den Kartoffeln nochmals 2 Wochen Zeit. Anschließend können Sie mit der Ernte beginnen.

Damit Sie auch gleich wissen, was Sie mit der frischen Ernte anfangen können, haben wir ein paar Ideen für Sie zusammengetragen:

Amandine als Beilage

Um den Genuss dieser Kartoffel voll aufzunehmen, garen Sie diese lediglich mit etwas Olivenöl und Rosmarin im Backofen – simpel aber unheimlich lecker.

Zubereitung:
Halbieren Sie dazu die Kartoffeln der länge nach (Sie brauchen die Kartoffeln nicht schälen, bürsten und abwaschen genügt).

Hacken Sie Rosmarin und geben Sie ihn, zusammen mit Olivenöl und Salz in eine Schüssel. Wahlweise können Sie auch noch etwas Knoblauch pressen und dazu geben.

Zusammen mit den Kartoffeln vermengen Sie das ganze nun in der Schüssel gut durch.

Anschließend legen Sie die Kartoffeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und lassen das ganze ca. 20 Minuten bei  200° Celsius im Ofen garen.

Amandine als Hauptgericht

Durch Ihre Zartheit und feste Beschaffenheit lässt sich die Amandine hervorragend in Kartoffelsalaten verarbeiten. Hier ein Beispiel für herzhaft/süß:

  • 400-450 g Amandine Kartoffeln
  • 150 g geräucherte Putenbrust
  • 1 reife Mango
  • 1 Schalotte
  • Petersilie
  • 50 ml Sesamöl
  • Schwarzer Peffer
  • ca. 4 EL Weinessig

Zubereitung:

Besorgen Sie sich bei dem Metzger Ihres Vertrauens geräucherte Putenbrust und schneiden Sie diese in Fingerdicke Scheiben. Insofern Sie einen Räucherofen haben, dürfen Sie das natürlich auch selbst übernehmen.

Schneiden Sie die garen Kartoffeln ebenfalls in Scheiben und geben Sie diese, zusammen mit der Putenbrust, in eine Schüssel. Die Mango und Charlotten würfeln und ebenfalls in die Schüssel geben. Mit frischer Petersilie, Sesamöl, Salz, Pfeffer und Weinessig eine leckere Vinaigrette abschmecken – fertig!

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Über Petra Diehl

Petra Diehl

Wenn der Buxus eingeht oder die Buche nicht wie gewünscht gedeiht, stehe ich als Gärtnerin mit Rat und Tat zur Seite. Die Liebe zu Pflanzen und allgemein zur Gartengestaltung habe ich relativ früh entdeckt, ganz klassisch im Garten meiner Großmutter. Meine Affinität zu Flora und Fauna entwickelte sich entsprechend weiter und so machte ich nach Ende der Schulzeit meine Passion zu meinem Beruf. Ich freue mich hier auf einen regen Austausch mit anderen Gartenliebhabern, egal ob zum Thema Pflanzenpflege oder Garten- und Terrassengestaltung.

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