Aussaat-Termin März – schmackhaftes Gemüse im Freiland

Freiland Gemüse

Die Saattermine für Gemüse sind abhängig vom Klima, der Gemüseart und der Gemüsesorte. Im Allgemeinen wächst Gemüse nur, wenn in der Hauptwachstumszeit eine Durchschnittstagestemperatur von mindestens 6° C herrscht. Einige Gemüsepflanzen wie Tomaten benötigen mehr Wärme, andere wiederum vertragen keine Hitze – danach richten sich die Aussaat- und Pflanztermine. Entscheidend ist außerdem die Tageslänge: Langtagpflanzen wie Erbsen, Spinat, Zwiebeln oder Salat schossen bei einer Aussaat im Sommer schnell, stellen das Blattwachstum ein und werden damit ungenießbar. Dies lässt sich mit einer frühen Aussaat regulieren – Zwiebeln werden dadurch größer, weil so mehr Blattmasse ausgebildet wird, die das Zwiebelwachstum positiv beeinflusst. Kurztagpflanzen hingegen wachsen nur, wenn es täglich weniger als zwölf Stunden hell ist.

Aussaat im Gemüsegarten

Freilandaussaat bedeutet, dass Sie direkt in das Gemüsebeet oder in ein Anzuchtbeet säen. Diese Kulturart ist besonders für Gemüse geeignet, das schnell geerntet werden kann oder kein Verpflanzen verträgt, wie beispielsweise Spinat. Für die Freilandaussaat muss der vorbereitete Boden mindestens 7° C warm sein – dies können Sie mit einem Bodenthermometer kontrollieren. Tipp: Bedecken Sie den Boden mit Garten- oder Wachstumsvlies, das den Boden vor und nach der Aussaat erwärmt.

Saatgutformen

Gemüse wird hauptsächlich über Samen vermehrt. Wählen Sie immer hochwertiges Saatgut, das trocken und gekühlt gelagert werden muss. Ertragreiche Sorten sind meistens sogenannte F1-Hybriden. Für eine einfachere Aussaat gibt es speziell präpariertes Saatgut – bei pilliertem Saatgut ist das Samenkorn zum Beispiel von einer Hüllmasse umgeben. So lassen sich die Saatabstände leichter einhalten, kleine Samen bequemer dosieren und teilweise das Vereinzeln ersparen.

Noch einfacher in der Anwendung sind Saatbänder, Saatscheiben und Saatteppiche. Hier ist der Samen schon im optimalen Abstand zwischen zwei Lagen eines vlies- oder papierartigen Gewebes aufgebracht, das auch auf die gewünschte Größe zugeschnitten werden kann. So müssen Saatbänder nur in eine Saatrille gelegt, mit einem weichen Wasserstrahl bewässert und mit etwas Aussaaterde und Boden verschlossen werden. Saatbänder sind für Gemüse, Kräuter und Blumen erhältlich, Saatscheiben vor allem für die Topfkultur von Kräutern empfehlenswert und mit Saatteppichen lassen sich Blumenkästen und Beete zum Blühen bringen.

Würzige Zwiebeln

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Aus Samen gezogene Speisezwiebeln haben eine lange Wachstumszeit, daher erfolgen Aussaat und das Setzen von Steckzwiebeln, sobald der Boden offen ist. Schalotten werden nur über Steckzwiebeln vermehrt, die ebenfalls im März gesteckt werden können. Nach vier bis sechs Wochen können Sie die im Geschmack feineren Schalotten ernten.

Knackige Salate und Blattgemüse aus dem Garten

Die Frühsorten von Kopf- und Eisbergsalat können ab Mitte März im 14-tägigen Rhythmus bis Ende April ins Freiland gesät werden. Frühsorten eignen sich gut als Vorkultur, da diese nach acht bis zehn Wochen vom Feld sind. Kurzfristigen Frost überstehen die jungen Pflänzchen – bei längeren Frostperioden ist eine doppelte Schicht Vlies, Lochfolie oder ein Folientunnel ratsam.

Schnitt- und Pflücksalate und die beliebten Asiasalate, wie die Mischung Kiepenkerl Asia Salate Saatband, werden ausschließlich im zeitigen Frühjahr gesät. Für eine ununterbrochene Ernte können Sie diese Salate noch zwei- bis dreimal im 14-tägigen Abstand nachsäen – danach wird es zu spät und die Salate würden schossen. Die große Sortenvielfalt erlaubt es Ihnen, sich nach fünf bis sechs Wochen einen bunten Salatteller zusammenzustellen. Von Pflück- und Schnittsalaten werden immer nur die äußeren Blätter geerntet.

Vom anspruchslosen Sauerampfer sind die jungen, 5 bis 10 cm großen Blätter am schmackhaftesten. Erntebeginn ist drei bis vier Wochen nach der Saat. Lassen Sie etwa 3 cm vom Stängel stehen, dann schlägt Sauerampfer wieder aus.

Spinat ist ein genügsames Gemüse, von dem die ganzen Pflanzen oder nur die 5 bis 8 cm großen Blätter sechs bis acht Wochen nach der Aussaat erntereif sind. Spinat ist auf kurze Tage angewiesen, da zu viel Licht die Blütenbildung fördert und die Blätter ungenießbar macht. Bis Ende Mai kann Spinat etwa alle zwei Wochen nachgesät werden.

Eiweißreiche Hülsenfrüchte

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Im März kann auch die Erbsenaussaat angepackt werden, die Sie je nach Sorte alle 14 Tage bis April beziehungsweise Anfang Juni wiederholen können. Erbsen sind Langtagpflanzen, die bei früher Aussaat genug Zeit haben, viele Triebe und Blätter auszubilden, bevor die Blütenbildung einsetzt. Die zarten Schoten der Zuckererbsen können dann bereits ab Ende Mai geerntet werden – Schalerbsen erst, wenn sich die Schoten gelb verfärbt haben. Die Erbsenernte beginnt etwa vier bis sechs Wochen nach der Saat. Regelmäßiges Pflücken – alle zwei Tage bis wöchentlich – fördert eine erneute Blütenbildung. Wenn Erbsen etwa 10 cm hoch sind, müssen diese angehäufelt werden und hohe Sorten benötigen eine Rankhilfe.

Puffbohnen oder Dicke Bohnen vertragen bis -5° C, daher können Puffbohnen sehr früh in mittelschwere bis schwere Böden gesät werden.

Zarte und knackige Wurzelgemüse

Die weißen Rüben der Teltower Rübchen oder Mairübchen sind wertvolle Mineralstoff- und Vitaminlieferanten, die als ideale Vorfrucht dem Boden nicht viele Nährstoffe entziehen. Mitte März kommen die Samen in die Erde – bereits nach zwei Wochen wird auf 15 cm vereinzelt und Ende Mai geerntet.

Möhren und Karotten, die kürzer als Möhren sind und eine abgerundete Spitze haben, können schon ab Februar bei einer Bodentemperatur von 3° C gesät werden. Die frühen Möhrensorten haben eine kürzere Kulturdauer als die Lagersorten – nur etwa drei bis vier Monate – und können so schon ab Ende Mai geerntet werden. Möhren haben eine sehr lange Keimdauer von über 20 Tagen, daher empfiehlt es sich, als Markiersaat frühe Radieschen dazwischen zu säen, die nach acht Wochen abgeerntet sind. Drücken Sie Möhrensamen immer gut an, damit die Saat schneller aufläuft.

Schossfeste Rote-Bete-Sorten können ab einer Bodentemperatur von 7° C gesät werden. Tipp: Spannen Sie für einen höheren Ertrag einen Folientunnel über die Rote Bete. Schwarzwurzeln haben eine sehr lange Kulturdauer, die von der Aussaat Anfang/Mitte März bis zur Ernte ab Ende Oktober reicht. Die Wurzeln sind sehr empfindlich – seien Sie daher sehr vorsichtig beim Jäten. Im Übrigen kann im Kräutergarten auch schon Petersilie angesetzt werden.

 

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Jörn

Nach langjähriger Erfahrung im Einkauf und Vertrieb von Garten- und Baumarktprodukten, weiß ich, wo der Hammer hängt. Dabei suche ich nicht nur neue Produkte für den Gartenbereich, sondern mache mir in meinem Garten auch selbst gern die Hände schmutzig, um Hecke und Co. den optimalen Schnitt zu verpassen. Ob Vertikutieren, Mähen oder Gartenhaus aufbauen – ich bin der Mann fürs Grobe.

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