Der Klimawandel macht den Stadtbäumen zu schaffen

Wir können es nicht mehr leugnen, denn extreme Temperaturen, starke Winde und übermäßige Regenfälle führen uns den Klimawandel immer wieder vor Augen. Nicht nur uns macht das Klima zu schaffen, sondern auch allen anderen Lebewesen wie Tieren und Pflanzen. Bäume in den Städten haben es besonders schwer, schon bei normalen Bedingungen benötigen sie höchste Aufmerksamkeit, bezüglich ihres Standortes. Denn innerstädtische Bäume und Grünflächen sind natürliche Klimaanlagen und für die Bewohner überlebensnotwendig.

Der Stadtbaum

Ausgewachsene Laubbäume verdunsten an heißen Sommertagen bis zu 400 Liter Wasser und fungieren somit als natürliche Klimaanlagen, zudem sind sie effektive Schattenspender, Laubbäume mit einem Kronendurchmesser von ca. 15 Metern, schaffen eine Schattenfläche von bis zu 160 qm. Wichtig ist es in Zukunft, Bäume zu etablieren die mit dem neuen Klima klar kommen, Hierfür war der Sommer 2018 schon richtungsweisend.

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Hitzesommer 2018!

Hier zeigten sich, welche Bäume sich in den nächsten Jahren als Stadt-und Straßenbäume eignen. Wir haben hier 6 Baumarten, die sich von der Hitze und Trockenheit nicht unterkriegen ließen und den Sommer gut überstanden haben.

Acer platanoides (Spitzahorn)

Dieser Ahorn, ist ein wärmeliebender Baum, der sich auf fast allen Böden zuhause fühlt. Lediglich Moor- und Torfböden mag er nicht. Der Boden kann mäßig trocken bis feucht sein. Er bildet eine dichte runde Krone aus und kann im Alter eine Höhe von 20 bis 30 Metern erreichen.
Dieser Ahorn kommt gut mit extremen Temperaturen zurecht, starke Fröste sowie Hitzeperioden machen ihm nichts aus.

Platanus hispanica (Platane)

Die Platane ist ein sehr genügsamer Baum. Er ist überaus frosthart und verträgt temporäre Überflutungen genauso gut wie Hitzeperioden. Seine Bodenansprüche sind sehr gering. Die ausladende, lockere Krone kann bis zu 20 Meter breit werden.

Acer campestre ‘Elsrijk’ (Feldahorn)

Der Feldahorn wurde 2015 zum Baum des Jahres gewählt, er ist anspruchslos und ist unempfindlich gegenüber intensiver Sonnenstrahlung und längeren Trockenphasen. Er zeigt sich als salz-, ozon- und immissionstolerant. Selbst Überflutungen hält er 4 bis 6 Wochen Stand. Sein Wuchs ist ehr klein, mit einer Wuchshöhe von bis zu 10 Metern zählt er zu den ehr kleinen Bäumen.

Tilia euchlora (Krim-Linde)

Die Krim-Linde kommt gut mit dem Stadtklima zurecht. Sie ist wärmeliebend und frosthart und verträgt auch Hitze und Trockenheit, altert dann aber schneller. Aber Vorsicht, da dieser Baum hohe Wurzelanläufe hat, heben sich Gehwegplatten oder Pflastersteine gerne und werden zu Stolperfallen.

Sophora japonica (Schnurbaum)

Dieser Baum ist ein Flachwurzler und aus diesem Grund auch windanfälliger als Pfahlwurzler. Mit einer Kronenbreite von 18 Metern und einer Höhe von ca. 20 Metern benötigt er viel Platz. Der Schnurrbaum ist sehr robust und unempfindlich gegenüber Trockenheit und Hitze. Imker schätzen ihn als Bienenweide.

Koelreuteria paniculata (Blasenbaum)

Er ist ein robuster Baum mit Blickfangcharakter. Der Blasenbaum wird bis zu 8 Meter hoch und zählt somit noch zu den Großsträuchern. Trotz seiner Farbenpracht verlangt er seinem Standort wenig ab. Zurecht kommt er mit kargen, steinigen Böden, auf denen bei Hitzeperioden das Wasser schon mal knapp werden kann.

Um in Zukunft unsere Innenstädte mit überlebensfähigen Straßenbäume zu bepflanzen, werden aktuell verschiedene Studien in Deutschland durchgeführt. Hier wird das eingeschränktes Repertoire heimischer Stadtbäume erweitert durch spezielle Sorten aus der ganzen Welt erweitert. Der zukünftige Stadtbaum sollte eine gewisse Trockenheitsresistenz, Frosthärte und eine hohe Toleranz gegenüber Krankheiten und Schädlingen haben.

Es bleibt abzuwarten, welche Bäume hier das Rennen machen werden.

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Über Petra Diehl

Petra Diehl

Wenn der Buxus eingeht oder die Buche nicht wie gewünscht gedeiht, stehe ich als Gärtnerin mit Rat und Tat zur Seite. Die Liebe zu Pflanzen und allgemein zur Gartengestaltung habe ich relativ früh entdeckt, ganz klassisch im Garten meiner Großmutter. Meine Affinität zu Flora und Fauna entwickelte sich entsprechend weiter und so machte ich nach Ende der Schulzeit meine Passion zu meinem Beruf. Ich freue mich hier auf einen regen Austausch mit anderen Gartenliebhabern, egal ob zum Thema Pflanzenpflege oder Garten- und Terrassengestaltung.

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