Der Maulwurf- Freund oder Feind?

Jeder, der einen Garten hat, kennt ihn, den Maulwurf! Wenn er im Frühjahr überall im Garten seine braunen Erdhaufen hinterlässt, werden manche Gartenliebhaber zum „ Maulwurfhasser“. Prinzipiell kann man sich über Maulwürfe  freuen, denn  ihre  Anwesenheit zeigt,  dass der Boden gesund ist und es zahlreiche Kleinlebewesen im Boden gibt, die Nahrungsgrundlage der Maulwürfe sind.  

Unsere Maulwürfe gehören zu den Säugetieren, sie werden bis zu 17 cm lang und haben ein samtiges, schwarzes bis graubraunes Fell, mit dem sie hervorragend durch das Ein Maulwurf ruht sich auf seinem Haufen aus.Erdreich gleiten können. Maulwürfe riechen und hören sehr gut und können feine Erderschütterungen aufnehmen. Mit ihren großen, vorderen Gliedmaßen graben sie sich durch den Boden, immer auf der Suche nach Nahrung. Maulwürfe sind Insektenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Würmern, Larven und Insekten. Der Appetit dieser Tiere ist groß, da der Maulwurf einen sehr schnellen Stoffwechsel hat, braucht er täglich die Hälfte seines eigenen Körpergewichtes an Nahrung. Nimmt er zehn Stunden keine Nahrung zu sich, verhungert er.

Die meisten Arten paaren sich einmal im Jahr und bringen ihre Nachkommen im Frühjahr zur Welt.

Winterschlaf hält der Maulwurf nicht, er verkriecht sich in der kalten Jahreszeit lediglich in tiefere Bodenbereiche und legt sich einen Nahrungsvorrat an. Der Europäische Maulwurf z.B. legt einen Vorrat aus Regenwürmern an. Dabei beißt er ihnen die vorderen Körpersegmente ab, damit sie nicht fliehen können, aber am Leben bleiben.

Der Nützling „Maulwurf“vers de terre dans compost

Unsere Maulwürfe helfen uns bei der Gartenarbeit und bei der Insektenbekämpfung. In folgenden Punkten sind sie wichtige Helfer im Garten.

  • Der Bau ihrer unterirdischen Gänge verbessert die Bodendurchlüftung. Die Pflanzen  können besser gedeihen.
  • Durch die Lockerung des Bodens wird die Bodenbearbeitung leichter.
  • Sie sind Insektenfresser und vernichten somit Schädlinge.

Schutz durch die  Bundesartenschutzverordnung

Der Maulwurf wird geschützt durch die Bundesartenschutzverordnung zum Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten. Er darf also nicht gejagt, gefangen oder vergiftet werden.

Aber was tun wenn die Hügel den Rasen verunzieren?

  • Mähen Sie Ihren Rasen regelmäßig, durch die Erschütterung fühlt sich der Maulwurf gestört und verlässt Ihren Garten. Hier empfiehlt sich einen Rasenmähroboter zu kaufen, der oft genug und selbständig mäht.
  • Erwerben Sie im Handel erhältliche Wühltiervertreiber. Diese Geräte geben ca. alle 30 Sekunden einen Vibrationsalarm und ein akustisches Signal von sich, sodass Maulwürfe verscheucht werden.
  • Setzen Sie eine Brühe aus Lebensbaum, Holunder und Knoblauch an und schütten Sie diese in kleinen Mengen in die Gänge. Durch den starken Geruch wird der Maulwurf vertrieben. Oft müssen sie diese Maßnahmen mehrmals wiederholen, damit der Maulwurf weiter zieht.

Oder drücken Sie einfach ein Auge zu und lassen sie dem Maulwurf in ihrem Garten graben, denn dies ist ein Zeichen von regem Bodenleben.     

 

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Über Petra Diehl

Petra Diehl

Wenn der Buxus eingeht oder die Buche nicht wie gewünscht gedeiht, stehe ich als Gärtnerin mit Rat und Tat zur Seite. Die Liebe zu Pflanzen und allgemein zur Gartengestaltung habe ich relativ früh entdeckt, ganz klassisch im Garten meiner Großmutter. Meine Affinität zu Flora und Fauna entwickelte sich entsprechend weiter und so machte ich nach Ende der Schulzeit meine Passion zu meinem Beruf. Ich freue mich hier auf einen regen Austausch mit anderen Gartenliebhabern, egal ob zum Thema Pflanzenpflege oder Garten- und Terrassengestaltung.

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