Faszinierende winterliche Kunstwerke

Ein gut strukturierter und harmonischer Garten wird auch im Winter als besonderer Raum wahrgenommen.  Stauden und Gräser, die mit Rückendeckung gepflanzt werden, vermitteln Behaglichkeit. Schutz kann eine angepflanzte Hecke oder eine Strauchkulisse bieten. Zu der kalten Jahreszeit treten klare Linien in den Vordergrund. Besonders hübsch sind alte Blüten- und Samenständen, auf denen Schnee und Eis zum Liegen kommen.

Stauden und Gräser im Winterkleid

Nachdem umgeknickte Pflanzenteile entfernt wurden, treten aufrechtwachsende Stauden mit großen, hohen Samenständen in den Vordergrund. Hier sollten Sie auf den optimalen Standort in Ihrem Garten achten. Stauden mit schönen Samenständen dürfen nicht im Winter durch immergrüne Sträucher oder Hecken verdeckt werden. Schauen Sie aus Ihrem Wohnzimmer- oder Küchenfenster und bestimmen dann den Standort. Denn wenn es kalt und frostig ist, werden Sie die Schönheit der reifüberzogenen Pflanzen aus Ihrem warmen Haus heraus genießen können. Denken Sie beim Pflanzen auch an den Sommer und achten Sie auf kleinere Pflanzen, denn diese dürfen nicht verdeckt werden. Nehmen Sie sich also Zeit bei der Bepflanzung Ihrer Beete. Hilfreich ist, wenn Sie einen Pflanzplan erstellen, in dem Sie alle Gewächse mit Namen, Wuchshöhe und  Besonderheiten eintragen. So ersparen Sie sich doppelte Arbeit.

Hier einige Stauden, die in Ihrem winterlichen Beet unverzichtbar sind:

Für halbschattige Standorte:Winter landscape,branches form a heart-shaped pattern

  • Kreuzkraut (Ligularia clivorum): frische bis feuchte Böden
  • Silberkerze (Cimicifuga simplex): frische, humusreiche Böden
  • Lampionblume (Physalis franchetii): durchlässige, humusreiche Böden

Für sonnige Standorte:

  • Kardendiestel (Morina longifolia): durchlässige, warme Böden
  • Edeldistel (Eryngium planum): durchlässige, warme Böden
  • Scheinsonnenhut ( Echinacea purpurea): humusreiche, frische Böden
  • Schlafmohn ( Papaver orientale): humusreiche, frische Böden
  • Brandkraut (Phlomis samia): humusreiche, frische Böden
  • Wasserdost (Eupatorium purpureum): feuchte Böden
  • Federborstengras (Pennisetum compressum): humusreiche Böden

Auch aus ökologischer Sicht ist das Stehenlassen von Blüten- und Samenständen empfehlenswert. Insekten und Kleinstlebewesen überwintern gerne in abgestorbenen Pflanzenteilen. Wollen Sie also die Artenvielfalt in Ihrem Garten erhalten, legen Sie die Gartenschere bis zum Frühjahr in den Keller. Auch Vögel fressen im Winter gerne die letzten Pflanzensamen. Meisen, Finken und Sperlinge sind bei der Futtersuche dankbar für diese Nahrungsquelle. Nehmen Sie sich eine kleine Auszeit und beobachten Sie diese flinken Vögel, wie sie kopfüber an vertrockneten Samenständen hängen – sie werden begeistert sein von dieser Akrobatik. Wenn der eisige Wind über die Staude zieht, schützen die verwelkten und braunen Pflanzenteile die Pflanze vor der Kälte.

Also brechen sie im Herbst nicht in den Ordnungswahn aus, sondern lassen Sie auch mal einen abgestorbenen Stängel stehen.

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Über Petra Diehl

Petra Diehl

Wenn der Buxus eingeht oder die Buche nicht wie gewünscht gedeiht, stehe ich als Gärtnerin mit Rat und Tat zur Seite. Die Liebe zu Pflanzen und allgemein zur Gartengestaltung habe ich relativ früh entdeckt, ganz klassisch im Garten meiner Großmutter. Meine Affinität zu Flora und Fauna entwickelte sich entsprechend weiter und so machte ich nach Ende der Schulzeit meine Passion zu meinem Beruf. Ich freue mich hier auf einen regen Austausch mit anderen Gartenliebhabern, egal ob zum Thema Pflanzenpflege oder Garten- und Terrassengestaltung.

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