Früh blühende Pflanzen, die erste Insektenweide

Kaum erwärmen die ersten Sonnenstrahlen die Frühjahrsluft, schon summt und schwirrt es durch den Garten. Die frühen Besucher sind auf der Suche nach Nektar und freuen sich über Stauden, Sträucher und Bäume, die jetzt schon blühen und Nahrung spenden.  

Hummeln sind hier die ersten Insekten, die sich auf die Nahrungssuche machen. Durch ihren warmen Pelz und die Tätigkeit der Flugmuskulatur wärmen sich die Hummeln auf. Sie sind im Herbst die letzten aber auch im Frühjahr die ersten Besucher der Blumenbeete. Hummeln, die zu den Wildbienen zählen, speichern vor dem Winter in ihrer Honigblase eine extra Portion Nektar, der ihnen im Frühjahr als Energiequelle und Bio-Sprit dient.  

Frühjahrsblühende Stauden:

Buschwindröschen, Scharbockskraut und Veilchen sorgen für Farbtupfer im lichten Schatten, auf feuchten Böden, vor und unter Gehölzen. Sie zeigen sich zwischen Frost und dem Austrieb der Bäume und nutzen diese Nische zur Fortpflanzung, denn nur in dieser Jahreszeit erreichen die Sonnenstrahlen den Erdboden. In der Regel sind diese Stauden eher in Waldgebieten zu finden, aber auch in großen Gärten mit ausreichend großen Gehölzbestand fühlen sich die kleinen Pflanzen heimisch, vorausgesetzt die Gartenhacke kommt hier nicht zum Einsatz :-).

Die gängigen Frühjahrsblüher für den Garten sind Schneeglöckchen,
Traubenhyazinthen und Krokusse, die unter die Zwiebelgewächse fallen, sowie Christrosen und Winterlinge, die gerne schattig bis halbschattig stehen.

Früh blühende Sträucher:

Die frühesten Blüten zeigen der Duft-Schneeball (ab November), der Winterschneeball (ab Januar) und die Zaubernuss (ab Februar).

Winterschneeball
Zaubernuss

Erst mit den unscheinbaren Pollen-und Nektarspendern, der Haselnuss und der Salweide (Februar/März) eröffnet sich eine größere Nahrungsquelle für Insekten. In insektenfreundlichen Gärten dürfen diese Gehölze nicht fehlen. In Kombination mit anderen Gehölzen können sie als Blickdichte Hecke gepflanzt werden und sind für jeden naturnahen Garten ein Muss.

Eine schöne Alternative zu früh blüheneden Sträuchern oder Stauden ist die Schneeheide (Erica canea). Sie blüht ab Dezember bis April und kann als Bodendecker an sonnigen Standorten gepflanzt werden. Die Erica sollten sie nach der Blüte zurückschneiden, damit sie dauerhaft kompakt und dicht wächst.

Achtung

Nicht alle Pflanzen, die schön blühen, nutzen auch unseren Insekten! Oft kommen Pflanzen in den Handel, deren Blüten besonders schön, groß und gefüllt sind, aber nutzlos, da sie kaum oder gar keinen Nektar und Pollen produzieren. Diese Pflanzen sind künstliche Züchtungen. Erkennen können sie diese Pflanzen an ihren Botanischen Namen der immer das Wort „Hybride“ oder ein X enthält.      

Ein gutes Beispiel für diese Züchtungen ist die Forsythie ‘Forsythia x intermedia’. Sie gehört zur Familie der Ölgewächse und ist aus den Arten f. x suspensa und f. x viridissima entstanden.

Schauen Sie also genau hin, wenn Sie sich einen insektenfreundlichen Garten mit Frühjahrsblüher. anlegen möchten. In unserem Shop Gartenxxl finden Sie die unterschiedlichsten Pflanzen.  

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Über Petra Diehl

Petra Diehl

Wenn der Buxus eingeht oder die Buche nicht wie gewünscht gedeiht, stehe ich als Gärtnerin mit Rat und Tat zur Seite. Die Liebe zu Pflanzen und allgemein zur Gartengestaltung habe ich relativ früh entdeckt, ganz klassisch im Garten meiner Großmutter. Meine Affinität zu Flora und Fauna entwickelte sich entsprechend weiter und so machte ich nach Ende der Schulzeit meine Passion zu meinem Beruf. Ich freue mich hier auf einen regen Austausch mit anderen Gartenliebhabern, egal ob zum Thema Pflanzenpflege oder Garten- und Terrassengestaltung.

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