Vorbereitung ist alles: Machen Sie Ihr Gartenwerkzeug fit für die Saison

Vorbereitung ist alles - das richtige Werkzeug

Wie geht es eigentlich Ihrem Gartenwerkzeug? Natürlich ruht meist auch die Gartenarbeit, wenn es im Januar draußen frostig und kalt ist. Noch ist es schließlich zu früh für Spaten und Rasenmäher. Doch das muss nicht bedeuten, dass Sie die Füße hochlegen können. Der Winterschlaf ist fast vorbei und die ersten Blumen erwachen bereits im Februar. So denn… warm einpacken, ab in die Gummistiefel und raus in den Garten. Es gibt viel zu tun!

Da Vorbereitung bekanntlich alles ist, fangen Sie am besten mit dem Wichtigsten an: Ihr Werkzeug! Haben Sie im letzten Jahr versäumt, Ihre Gartengeräte zu reinigen, wird es jetzt höchste Zeit. Denn nur eine saubere Schere ist eine gute Schere. Gerade die Klingen und Messer von Ast-, Heckenschere & Co. sollten scharf und gut in Schuss sein. Für die Gesundheit Ihrer Pflanzen ist es wichtig, dass Zweige nicht abgekniffen, sondern geschnitten werden. Daher sollten diese Werkzeuge von Rost und Schmutz befreit und gelegentlich geschärft werden. Jeder Schnitt bedeutet eine Verletzung für die Pflanze – also machen Sie es kurz und schmerzlos. Jedes Gerät weist, je nach Beschaffenheit, ganz eigene Verschmutzungen von Arbeit und Lagerung auf, welche unterschiedlicher Behandlungen bedürfen:

Holziges

Beschädigte oder splitternde Holzgriffe zunächst mit Schmirgelpapier bearbeiten. Das sorgt nicht nur dafür, dass die anschließende Behandlung besser in das Holz einwirken kann, Sie ziehen sich auch keine unangenehmen Verletzungen durch Splitter zu. Danach können die Griffe mit Firnis (Leinöl) behandelt werden. Hierbei handelt es sich um ein Öl, welches auch in der Malerei zum imprägnieren von Bildern oder Holz verwendet wird. Tränken Sie einen Lappen mit besagtem Öl und reiben Sie damit alle hölzernen Stellen ab. Das gilt ebenfalls für die Stiele Ihrer Gartengeräte. Beachten Sie jedoch nur so viel Firnis zu verwenden, wie auch vom Holz aufgenommen werden kann.

Metallisches

Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen oder Rost an Metallteilen, gehen Sie mit Drahtbürste oder Stahlwolle vor und reiben alles trocken ab. Ansonsten reicht es, das Werkzeug  mit einem Schwamm und etwas Wasser zu reinigen. Bei hartnäckiger Verschmutzung können Sie die Klingen oder Metallteile auch in Spiritus einweichen. Danach ist es jedoch ratsam alles mit Öl zu behandeln. Hierfür eignet sich am besten Ballistol Universalöl. Es ist gut verträglich für die Umwelt und muss vor Benutzung des Werkzeugs nicht entfernt werden.

Scharfes

Klingen und Messer, an denen noch Harzreste kleben, rücken Sie am besten mit Olivenöl oder Waschbenzin zu Leibe. Sinnvoll ist es, die Geräte auch schleifen zu lassen. Insofern Sie einen Schleifstein besitzen, können Sie dies ganz leicht selbst übernehmen. Reiben Sie die Klingen in einem 45° Winkel mit kreisenden Bewegungen über den feuchten Schleifstein. Das Metall sollte eingefettet werden also vergessen Sie die anschließende Behandlung mit Öl nicht.

Motorisiertes

Verschmutzungen beseitigen Sie einfach mit einem Besen oder einem feuchten Lappen. Sollten Gras- oder Erdreste besonders hartnäckig sein, dürfen Sie auch mit einem Spachtel oder ähnlichem ans Werk gehen. Achten Sie nur darauf nicht zu rabiat vorzugehen um das Gerät nicht zu beschädigen.

Bei der Überwinterung Ihres Rasenmähers ist es außerdem empfehlenswert, den Luftfilter auszutauschen und einen Blick auf die Schneidemesser zu werfen. Dazu muss der Messerbalken ausgebaut werden. Ungeübte Finger werden es Ihnen danken, wenn Sie hierfür einen Fachmann aufsuchen. Do-it-Yourself-Gärtnern sei ans Herz gelegt, hier besondere Vorsicht walten zu lassen. Auch verschmutzt können die Messer noch äußerst scharf sein. Vor allem achten Sie darauf, dass das Gerät außer Betrieb und das Benzin komplett entleert ist!

Bevor Sie Ihren Rasenmäher nach der Winterpause wieder in Betrieb nehmen, ist ein Ölwechsel ratsam.

Bei Ihrer Kettensäge entfernen Sie die Kühlluftwege von Harz und Spänen. Verschmutzungen von Getriebe und Mechanik können Sie bei der Gelegenheit ebenfalls beseitigen. Der Antrieb muss jährlich eingefettet werden. Hierfür eignen sich am besten pastenförmige Schmiermittel, die sich nicht so schnell abreiben. Die Klingen, wie bei allen anderen Metallwerkzeugen, ebenfalls einölen um sie vor Rost oder verharzen zu schützen. Die Ketten müssen regelmäßig überprüft  und bei Bedarf nachgeschliffen werden.

Lagerung

Eines haben alle Gartengeräte gemeinsam: Sie bevorzugen einen kühlen, trockenen und frostfreien Raum – am besten auch staubfrei. Schuppen oder Gartenschrank sind ideale Lagerräume, in dem sich kleineres Werkzeug gut überwintern lässt. Weiterhin gibt es Aufhängesysteme, die besonders praktisch und platzsparend sind. Sowohl langstieliges Werkzeug als auch Heckenschere oder Blumekelle lassen sich so übersichtlich lagern. Die Garage bietet sich dagegen, aufgrund der Feuchtigkeit, nicht an.

Gartenwerkzeug: Die Grundausrüstung

Sind Sie Neueinsteiger und nicht sicher was Sie alles benötigen? Oder ist im letzten Jahr vielleicht etwas abhanden gekommen? Überprüfen Sie Ihre Ausstattung.

Das sollte jeder Gärtner haben:

  • Gartenhandschuhe: Variationen gibt es viele. Achten Sie darauf, sich Handschuhe mit einer Naturlatex-Beschichtung  an den Handinnenflächen und Fingerkuppen zu besorgen. Bei Arbeiten an Rosen oder Gehölzen verringert sich somit die Verletzungsgefahr.
  •  Blumenkelle: Ein absolutes Muss – die Blumen- oder auch Pflanzenkelle. Hiermit können Sie umtopfen, Wurzeln lockern oder lösen und in harten Böden Löcher graben.
  • Heckenschere: Für den Rück- oder Formschnitt bei Sträuchern ideal. Mit wenig Kraftaufwand erzielen Sie hier präzise Schnitte.
  • Kultivator: Unabdinglich zum wurzelschonenden Lockern oder Lüften des Bodens.
  • Doppelhacke: Schlagen Sie 2 Fliegen mit einer Hacke. Für kleine Beetanlagen eignet sich eine solche Doppelhacke hervorragend zum Jäten, Lüften (Lockern) oder Rillenziehen.
  •  Gartenschlauch: Unabhängig wie groß Ihr Garten ist, auf einen Gartenschlauch kann nicht verzichtet werden. Wenn es richtig heiß wird, müssen gewisse Abschnitte täglich sehr stark bewässert werden.
  •  Spaten und Gartenschaufel: Beides sollte vorhanden sein. Mit dem Spaten können Sie Umgraben oder Abstechen. Die Schaufel nehmen Sie dann zum Ausheben und Umsetzen.
  •  Astschere: Eine Astschere benötigen Sie zum schneiden von Obst- und Ziergehölzen.
  •  Amboss– und Feinschnittschere: Für stärkere Triebe, Draht oder Gehölz nehmen Sie die Amboss-Schere. Besonders geeignet für Zweige, Blätter und Triebe ist die Feinschnittschere.
  •  Harke oder Rechen: Hiermit lassen sich Laub, Steine und Klumpen ganz einfach entfernen.
  •  Schubkarre und Eimer: Zum Transport von Abfällen und Unkraut benötigen Sie, je nach Ausmaß, einen Eimer bzw. eine Schubkarre.
  • Rasenmäher: Klar darf der Rasenmäher auch nicht fehlen.
  •  Gummistiefel: Unverzichtbar, wenn Sie sich nicht Ihre Schuhe beschmutzen wollen.

So, alles beisammen? Dann kann es ja los gehen.

Natürlich dürfen Dinge wie Pflanzkübel, Blumentöpfe, Pumpe, Filter, Gartenhaus & Co. auch nicht fehlen. Werfen Sie einen Blick in unseren Shop GartenXXL. Dort findet sich sicher das ein oder andere praktische Helferlein.

 

(113)

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 10.0/10 (3 votes cast)

Vorbereitung ist alles: Machen Sie Ihr Gartenwerkzeug fit für die Saison, 10.0 out of 10 based on 3 ratings

Beitrag jetzt teilen

Kommentar verfassen

Über Dirk

Dirk

Nach langjähriger Erfahrung im Einkauf und Vertrieb von Garten- und Baumarktprodukten, weiß ich, wo der Hammer hängt. Dabei suche ich nicht nur neue Produkte für den Gartenbereich, sondern mache mir in meinem Garten auch selbst gern die Hände schmutzig, um Hecke und Co. den optimalen Schnitt zu verpassen. Ob Vertikutieren, Mähen oder Gartenhaus aufbauen – ich bin der Mann fürs Grobe.

Alle Beiträge von Dirk

Finde uns auf Facebook

GartenXXL Produktvideos