Marone hin, Kastanie her…

Gerade zur Winterzeit sind sie wieder in aller Munde: Kastanien. Aus der heißen Pfanne auf dem Weihnachtsmarkt direkt in den Bauch, um von innen zu wärmen – so mögen wir die Esskastanie am liebsten. Die dicken Vertreter, die auf den Märkten feilgeboten werden, sind Maronen, eine besondere Form der Esskastanie. Diese haben einen besonders ausgeprägten, süßeren Geschmack als die kleineren Vertreter. Was vielleicht die wenigsten vermuten: die Ess- beziehungsweise Edelkastanie gehört zur Familie der Buchengewächse.

Ungenießbarer Doppelgänger

Die Edelkastanie ist nicht zu verwechseln mit der Rosskastanie, welche einer anderen Pflanzenfamilie angehört – die der Seifenbaumgewächse. Diese eignet sich zwar durch die ähnliche Optik für das Basteln in Herbst- und Winterzeit, jedoch ist sie nicht zum Verzehr durch Zweibeiner geeignet. Der Name kommt hier nicht von ungefähr: die Rosskastanie wurde früher als Heilmittel für Pferde eingesetzt, die an Atemwegserkrankungen litten. Besonders mit Kindern werden im Herbst viele Bastelideen mit gesammelten Rosskastanien umgesetzt. Zusätzlich werden in der Medizin Wirkstoffe extrahiert, die entzündungshemmend sind, und zu Medikamenten verarbeitet.

Schmackhafte Knolle aus Asien

Ein weiterer Namensvetter: die Wasserkastanie. Diese ähnelt Ross- und Edelkastanie optisch zwar auch, gehört aber den Sauergrasgewächsen an und wächst als Knolle unterhalb der Wasseroberfläche, oberhalb als hohle Sprossen. Wasserkastanien wachsen vornehmlich in Stillgewässern im asiatischen Raum. In der asiatischen Küche ist die Wasserkastanie eine oft und gern verwendete Zutat.

Es weihnachtet sehr…

Gerade zur kalten Jahreszeit ist unsere heimische Edelkastanie eine beliebte Knabberei. Kreuzweise angeritzt und bei 200 Grad im Backofen, können sie bereits nach 20 -30 Minuten geschält und verzehrt werden. Aber auch auf dem Grill werden die Nussfrüchte zu einer schnellen Gaumenfreude. Auch hier reichen 20 – 30 Minuten indirektes Grillen aus. Hilfreich ist hierfür natürlich eine spezielle Grillschale, damit die Maronen nicht durch die Stäbe in die Kohle rutschen.

Edler Gang fürs Weihnachtsmenü

Wie wäre es mal mit einer schmackhaften Kastaniensuppe als erster Gang deines Weihnachtsmenüs? Garniert mit einer feinen Sahnehaube – ein Traum vor der traditionellen Gans oder dem extravaganten Rehrücken.

Rezept für 4 Portionen

  • 500 g Esskastanien oder Maronen
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Karotten
  • 2 EL Zucker
  • 50 g Butter
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Weißwein (halbtrocken)
  • 2 Messerspitzen Muskat (frisch gerieben)
  • 1 Messerspitze Zimt
  • Abschmecken mit Salz und Pfeffer
  • Zum Garnieren etwas Minze und geschlagene Sahne

Zubereitung

Als Grundlage nehmen wir entweder 500 g frische oder bereits fertig gekochte und geschälte (gibt es im gut sortierten Lebensmittelgeschäft) Esskastanien. Solltest du auf die erste Variante setzen, müssen die Kastanien auf der gewölbten Seite angeritzt werden. Im leicht gesalzenen Wasser brauchen die Nussfrüchtchen mindestens 30 Minuten, bis sie weich gekocht sind. Je nach Zustand der rohen Nussfrucht kann es aber auch bis zu einer Stunde dauern. Hier geht Probieren über Studieren. Am besten bereitest du die Kastanien daher einen Tag zuvor zu.

Den Zucker in einem Topf langsam erhitzen. Die gekochten Kastanien, die Karotten und den Lauch würfeln und unter den karamellisierten Zucker heben. Die weiche Butter aufschlagen und in den Topf geben. Jetzt heißt es Rühren, Rühren, Rühren, damit sich alle süßen und herzhaften Aromen perfekt entfalten – duftet jetzt schon hervorragend!

Muskat, Zimt, Salz und Pfeffer hinzugeben, anschließend mit dem Weißwein ablöschen und kurz köcheln. Gib nun Gemüsebrühe und Sahne hinzu und lasse die Suppe eine viertel Stunde köcheln. Zuletzt pürieren, kosten und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nach Belieben mit geschlagener Sahne und Minze garnieren und fertig ist die edle Vorsuppe. Bon appétit! Weitere Artikel rund um das Thema Garten und Gartenküche finden Sie in unserem Online-Shop!

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Über Petra Diehl

Petra Diehl

Wenn der Buxus eingeht oder die Buche nicht wie gewünscht gedeiht, stehe ich als Gärtnerin mit Rat und Tat zur Seite. Die Liebe zu Pflanzen und allgemein zur Gartengestaltung habe ich relativ früh entdeckt, ganz klassisch im Garten meiner Großmutter. Meine Affinität zu Flora und Fauna entwickelte sich entsprechend weiter und so machte ich nach Ende der Schulzeit meine Passion zu meinem Beruf. Ich freue mich hier auf einen regen Austausch mit anderen Gartenliebhabern, egal ob zum Thema Pflanzenpflege oder Garten- und Terrassengestaltung.

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