Rasenmäher und Co. – Machen Sie Ihren Rasen fit

Ein gesunder und saftig-grüner Rasen ist in den meisten Fällen das Ergebnis intensiver Pflege und Mühe.  Besonders jetzt im Frühjahr ist es wichtig, sich mit der Rasenpflege zu beschäftigen. Ob Düngen, Wässern, Mähen, Vertikutieren oder Säen – mit unseren Tipps und der richtigen Behandlung wird Ihr Rasen das ganze Jahr eine gute Figur machen.

Ihr Rasenmäher wartet auf den Einsatz

Im März geht es mit den ersten Maßnahmen los. Das Wetter wird wärmer und der Rasen beginnt zu wachsen. Um ihm einen guten Start in die Saison zu ermöglichen, sollten Sie nun mit der Pflege beginnen. Wir verraten Ihnen, welche Schritte nötig sind.

Schritt 1 – Mähen

Die Grundlage für einen schönen und gesunden Rasen ist das regelmäßige Mähen Ihrer Grünfläche. Mähen sorgt für ein gleichmäßiges Wachstum und dämmt die Verbreitung von Unkraut ein. Bevor Sie dem Rasen jedoch den ersten Schnitt verpassen, sollte dieser eine Länge von mindestens 5 cm haben.

Tipp: Mähen Sie Ihren Rasen nie in feuchtem Zustand. Der Schnitt wird unregelmäßig, da die Messer des Rasenmähers die geknickten Halme nicht erwischen. Am besten verlegen Sie das Mähen in die Mittagstunden, wenn sich die Halme aufgestellt haben.

Wichtig ist auch, den Rasen nie zu kurz zu mähen. Der Boden trocknet sonst schnell aus und es entstehen unschöne gelbe Stellen. Mähen Sie lieber öfter und dafür nicht allzu kurz.

Wie oft Sie Ihren Rasen nun schneiden müssen, ist natürlich abhängig vom Wachstum. In der Regel sollten Sie aber besonders im Frühsommer 2-mal wöchentlich ran, denn da ist der Rasen in seiner stärksten Wachstumsphase.

Schritt 2 – Vertikutieren

Wenn der Rasen im Frühjahr vermoost ist, Rasenfilz aufweist oder mit Unkraut durchzogen ist, empfiehlt sich in jedem Fall zu vertikutieren. Vertikutieren bedeutet grob, den Rasen zu lüften, zu lockern und von Fremdbewuchs zu befreien. Der Begriff „vertikutieren“ kommt aus dem Englischen und setzt sich aus den Worten vertical (Vertikal) und cut (schneiden) zusammen. Bei diesem Vorgang wird eine Walze mit Messern vertikal über den Rasen geführt. Die Klingen ritzen die oberste Schicht der Rasenfläche an, und lockern bzw. entfernen auf diese Weise Moos und andere unerwünschte Mitbewohner Ihres Rasens. Außerdem fördern sie die Belüftung des Bodens. Benzin- oder elektrisch betriebene Gartengeräte erleichtern zusätzlich die eigentlich aufwendige Arbeit des Lüftens: >> Hochwertige Vertikutierer verfügen hierfür über scharfe Stahlmesser, welche den Boden aufarbeiten. In unserem Produktvideo können Sie sich mal anschauen, wie ein Vertikutierer funktioniert!

Beachten Sie auch, dass der Boden trocken sein sollte, bei einer optimalen  Temperatur zwischen 8 und 20 Grad.

Schritt 3 – Kalken

Nach dem Mähen empfiehlt es sich, den Rasen zu kalken. Grundsätzlich ist es wahrscheinlicher, dass Ihr Boden zu sauer ist, als basisch. Sie können den PH-Wert Ihres Rasens messen, um heraus zu finden, ob das Kalken von Nöten ist. Viel Moos ist allerdings auch ein Hinweis für sauren Boden. Viel Klee hingegen gibt Hinweis darauf, dass der Boden einen zu hohen PH-Wert hat. In beiden Fällen ist es ratsam, den Rasen mit Kalk zu behandeln.

Der beste Zeitpunkt zum kalken ist im Frühjahr, noch vor Beginn der Wachstumsperiode. Lassen Sie den Rasen nach dem Vertikutieren noch etwas ruhen und erholen, bevor sie mit dem Kalken beginnen. Warten Sie also ein paar Tage, bevor Sie weitere Maßnahmen unternehmen.

Wenn Sie den PH-Wert durch kalken einmal neutralisiert haben, reicht es meist, diesen Prozess alle paar Jahre zu wiederholen.

Skala bei leichten, sandigen Böden

PH-Wert > 5,3            –           150 – 200 Gramm Kalk pro m²

PH-Wert 5,3 – 5,7       –           120 – 180 Gramm Kalk pro m²

Skala bei mittleren, lehmigen Böden

PH-Wert > 5,7            –           300 – 400 Gramm Kalk pro m²

PH-Wert 5,7 – 6,5      –           180 – 150

Skala bei schweren, lehmigen Böden

PH-Wert > 6,3            –           400 Gramm Kalk pro m²

PH-Wert 6,3 – 6,9       –           250 – 350 Gramm Kalk pro m²

Übrigens: Dünger und Kalk können eine chemische Reaktion bewirken, welche die Wirkung neutralisiert bzw. aufhebt. Daher sollten Sie ein paar Tage vergehen lassen, bevor Sie nach dem Kalken das Düngen beginnen.

Schritt 4 – Reparieren und düngenFotolia_14185959_M

Die einfachste Methode gegen kahle oder gelbe Stellen im Rasen vorzugehen, ist eine Neusaat gezielt an den betroffenen Stellen. Achten Sie auf die Unterschiede bei Rasensamen: So gibt es beispielsweise spezielle Samen für strapazierte oder schattige Standorte. In unserem Shop finden Sie >> für sämtliche Ansprüche passende Saatsets. Es genügt, den Boden an den entsprechenden Flächen mit Rasensamen zu bestreuen. Lockern Sie den Boden, bestreuen Sie die Stellen mit Samen, klopfen Sie die Erde fest und bewässern sie anschließend alles ordentlich.

Beim Düngen gilt: Nicht zu viel, dafür aber regelmäßig!

Um das Gedeihen Ihres Rasens zu gewährleisten, benötigt der Boden ausreichend Nährstoffe. Das hat nicht nur Einfluss auf das Wachstum Ihres Rasens, sondern hilft auch dabei, das Unkraut in Schach zu halten. Sie haben mehrere Möglichkeiten, Ihrem Rasen die Nährstoffe zukommen zu lassen, die er benötigt.

Mulchmähen

Lassen Sie Ihr Schnittgut nach dem Mähen einfach liegen. Regenwürmer und andere organische Helferlein verwandeln den liegen gelassenen Grasschnitt in wertvolle Mineralien und Nährstoffe. Hierfür können Sie einen >> speziellen Mulchmäher nehmen oder aber das Schnittgut aus dem Auffangbehälter hinterher gleichmäßig auf dem Boden verteilen.

Wichtig ist dabei, dass der Rasen relativ trocken sein sollte, damit der Rasenschnitt nicht verklumpt. Das würde den Lichteinfluss negativ beeinflussen und kann zu Fäulnis führen.

Mulchen

Sie können Ihren Rasenschnitt ebenso kompostieren und erst nach der Verrottung im Frühjahr auf den Rasen geben. Es genügt, diesen reichhaltigen Dauerhumus einmal jährlich mit einer Harke in den Rasen einzuarbeiten. Auch hier sollten Sie darauf achten, dass Mulch und Rasen nicht zu feucht sind und verklumpen.

Düngen

Sie haben die Wahl zwischen Flüssigdünger, den sie über die Bewässerung auf den Rasen bringen, oder Granulat, welches Sie gleichmäßig über den Rasen streuen.

Die erste Düngung sollte mit dem Beginn des Wachstums erfolgen, also spätestens dann, wenn der Rasen das erste Mal gemäht werden muss. Neben Mineralien wie Phosphor, Kalium, Stickstoff und Magnesium benötigt Ihr Rasen auch wichtige Nährstoffe wie Wasser, Sauerstoff und Kohlendioxid.  Aber auch Calcium, Schwefel, Kupfer, Zink und Eisen tun Ihrem Rasen gut. Eine Düngung ist allerdings nicht grundsätzlich notwendig. Wenn Ihr Rasen saftig und grün ist, keine kahlen Stellen aufweist und einen gesunden Eindruck macht, können Sie sich die Düngung sparen. Wie die unterschiedlichen Dünger anzuwenden sind, erfahren Sie auf der jeweiligen Verpackung des Produktes.

Schritt 5 – Wässern

Wenn die Wellnesskur für Ihren Rasen fertig ist, ist es ratsam, auch an die Bewässerung zu denken. Ausreichend Wasser ist nicht nur notwendig, um den Rasen vor dem Austrocknen zu schützen, sondern auch, damit sich die Nährstoffe im Boden lösen und bis zu den Wurzeln dringen können.

Bei einem gesunden Rasen ist in der Regel jedoch nur dann eine Bewässerung nötig, wenn es bei warmen Temperaturen mehrere Tage lang nicht geregnet hat – im Sommer bedeutet das ca. 2 Mal wöchentlich. Ob Sie mit dem Schlauch, der Gießkanne oder dem Sprenger wässern, ist natürlich von der Größe Ihrer Rasenfläche abhängig.

Wir wünschen viel Spaß bei der Rasenpflege und hoffen, dass mit unseren Tipps alles im Gras-grünen Bereich ist. Unser neues Ratgeber-Video widmet sich übrigens auch der richtigen Rasenpflege!

(498)

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 9.1/10 (7 votes cast)

Rasenmäher und Co. - Machen Sie Ihren Rasen fit, 9.1 out of 10 based on 7 ratings

Beitrag jetzt teilen

Kommentar verfassen

Über Petra Diehl

Petra Diehl

Wenn der Buxus eingeht oder die Buche nicht wie gewünscht gedeiht, stehe ich als Gärtnerin mit Rat und Tat zur Seite. Die Liebe zu Pflanzen und allgemein zur Gartengestaltung habe ich relativ früh entdeckt, ganz klassisch im Garten meiner Großmutter. Meine Affinität zu Flora und Fauna entwickelte sich entsprechend weiter und so machte ich nach Ende der Schulzeit meine Passion zu meinem Beruf. Ich freue mich hier auf einen regen Austausch mit anderen Gartenliebhabern, egal ob zum Thema Pflanzenpflege oder Garten- und Terrassengestaltung.

Alle Beiträge von Petra Diehl

Finde uns auf Facebook

GartenXXL Produktvideos