Spaten – die Gartenwerkzeuge fürs Grobe

Wenn eine Bodenbearbeitung ansteht, gibt es kein hilfreicheres Gartenwerkzeug als einen Spaten. Gerade bei einer Gartenneuanlage, bei größeren Umgestaltungsmaßnahmen, im Gemüsegarten und zum Ausheben von Pflanzlöchern gehört der Spaten zu den wichtigsten Gartenwerkzeugen. Das mobile Gartengerät mit flachem Blatt und geradem oder ergonomisch geformtem Stiel liegt gut in der Hand und ermöglicht ein rückenschonendes Arbeiten, wenn Sie mit geradem Rücken graben.

Ein Spaten für alle Fälle

Das krumentiefe Graben, also das einen Spaten tiefe umgraben, zählt zu den klassischen Spatenarbeiten. Trotz, dass vielfach motorisierte Alternativen die Gartenarbeit erleichtern, gibt es Arbeiten im Garten, für die Spaten einfach die besseren Geräte sind. Dazu zählt das Rigolen, wo drei bis vier Spaten tief gearbeitet und die einzelnen Schichten gewendet und ausgetauscht werden, was undurchlässige Böden für den Obst- und Weinanbau verbessert und das Holländern, das zwei Spaten tief erfolgt.

Für jeden Untergrund ein passendes Gartengerät

Nicht überall ist der Boden gleich beschaffen. Schwere, lehmige oder gar tonhaltige Böden bedürfen eines anderen Spatens als leichte sandige Böden. Hier ist das Blatt entscheidend. Der Standard- oder Gärtnerspaten hat ein großes Blatt. Bei sehr schweren Böden ist mit einem solchen Spaten der Kraftaufwand aber größer als mit einem Damenspaten, wie dem Ideal Britta Damenspaten. Das Blatt eines Damenspatens ist zwischen 15 und 17 Zentimeter breit, damit wird die zu bewegende Erdmasse verringert. Diese schmalen Spatenblätter sind zudem ideal für Grabarbeiten auf begrenztem Raum, beispielsweise zwischen Stauden oder um einen schmalen Kanal auszuheben.

Andererseits braucht ein schwerer oder stark verwurzelter Boden auch ein Werkzeug, das diesen Anforderungen und der dadurch entstehenden Beanspruchung standhält. In einem solchen Fall sollten Sie zu einem Rodespaten greifen. Rodespaten haben ein schmales und längeres Blatt mit verstärkter Feder und immer einem dicken Hartholzstiel. Die verstärkte Feder sorgt dafür, dass Blatt und Stiel auch unter schwersten Bedingungen fest miteinander verbunden bleiben und so selbst Wurzeln durchtrennt und an schwer zugänglichen Bereichen gut hantiert werden kann.

Haben Sie es mit einem sehr steinigen oder verwurzelten Untergrund zu tun, sollten Sie über eine Spitzhacke oder Grabgabel nachdenken. Die Spitzhacke, auch Pickel genannt, wird zur ersten groben Lockerung eingesetzt. Die Grabgabel mit drei oder vier Zinken, die Steinen leicht ausweichen und Wurzelunkräuter lockern, ist ein vielseitiges Gartenwerkzeug. Bei einer spatenfreien Bodenbearbeitung bringt eine Grabgabel die Bodenschichten nicht durcheinander und schont so die Bodenlebewesen. Grabgabeln eignen sich außerdem zur Bodenlockerung dicht bepflanzter Rabatten und schwerer Böden, zum Ausheben von Hackfrüchten, zum Transport und Einarbeiten von Kompost oder Mist sowie zur Lüftung kleiner Rasenflächen. Tipp: Mit zwei Grabgabeln lassen sich dichte Staudenhorste einfach teilen.

Das Blatt, das alles wendet

Auch beim Gärtnerspaten gibt es unterschiedliche Ausführungen. Ein Zeichen von Qualität ist ein verstärkter, gebogener oder montierter Auftritt. Dieser schont nicht nur Ihr Schuhwerk und Ihre Füße, sondern ermöglicht auch eine bessere Kraftübertragung auf das Blatt und damit ein leichteres Eindringen in den Boden. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die geschliffene gerade, runde oder zugespitzte Einstechkante. Gerade und leicht gerundete Einstechkanten sind für steinarme Böden und zum Abstechen von Rasenkanten die beste Wahl, zugespitzte für verdichtete Böden. Das Spatenblatt kann aus gehärtetem Stahl, beschichtet oder aus Edelstahl sein. Stahlspatenblätter können nachgeschliffen werden. Damit diese nicht rosten, müssen Sie den Spaten nach jedem Benutzen und vor dem Einlagern säubern und einfetten. An beschichteten Spatenblättern und an Edelstahlblättern bleibt keine Erde haften, was die Reinigung erleichtert. Allerdings kann sich die Beschichtung mit der Zeit abnutzen. Edelstahl ist flexibel, bei hoher Beanspruchung verformt er sich, was verhindert, dass der Spatenstiel bricht, die Einstechkante kann aber nicht nachgeschliffen werden.

Von Spaten und Schaufeln

Mit dem Spaten lockern oder lösen Sie den Boden, soll dieser anschließend auch aufgenommen und fortgeschafft werden, schlägt die Stunde der Schaufeln mit mannslangem Stiel. Denn diese sind durch Größe und Form des Schaufelblattes besser zum Aufnehmen und Transportieren lockerer Materialien wie Erde, Sand oder Kies, geeignet. Die unterschiedlichen Schaufelblattformen bestimmen die Hauptanwendungsgebiete. So wird mit gerader Vorderkante loses Material einfach aufgenommen. Hat diese Schaufel dazu ein hohles Blatt, kann besonders kleinkörniges Material problemlos transportiert werden. Mit einem gekrümmten oder spitzen Blatt können Sie auch etwas ausheben.

Auf den Stiel kommt es an

Der Stiel ist neben dem Blatt das entscheidende Qualitätsmerkmal. Bewährt haben sich Hartholz, meistens Esche und Metall, das teilweise für einen angenehmeren Griff (kunststoff-) beschichtet ist. Beide Materialien können bei Überbeanspruchung brechen, aber nur den Hartholzstiel können Sie ersetzen. Achtung: Eine wirklich haltbare Verbindung von Spatenblatt und -stiel erhalten Sie ausschließlich mit einer Vernietung oder Verschraubung, Nägel lassen sich nur schwer in Hartholz treiben. Ein Spaten lässt sich nur dann gut handhaben, wenn der Spatenstiel optimal auf Ihre Körpergröße angepasst ist. Sind Sie größer als 1,70 Meter, sollten Sie zu einem Spaten mit einem bis zu 95 Zentimeter langen Stiel greifen. Noch ergonomischer wird es mit einem Spaten mit individuell einstellbarem Teleskopstiel. Dafür stellen Sie den Spaten aufrecht vor sich hin und verstellen den Stiel so lange, bis Ihnen der Griff unter die erste Rippe reicht.

Alles im Griff

Die Griffform ist eine Frage der Gewohnheit. Der D-Griff ist weit verbreitet, da er gut in der Hand liegt. Als unbequem wird er nur bei sehr großen Händen empfunden und teilweise, wenn mit Gartenhandschuhen gearbeitet wird. Recht häufig kommt auch der T-Griff vor. Beim T-Griff ist es wichtig, dass das Querholz mit einem Zapfen am Stiel verbunden ist und so eine glatte Oberfläche besitzt, da Sie sonst Schwielen an den Händen bekommen.

Für Garten und unterwegs

Wanderer, Camper und Gärtner gleichermaßen sollten einen Klappspaten, wie den Outdoor Equipment Klappspaten mit Sägezähnen griffbereit haben. Die spezielle Form des Spatenblattes ermöglicht das Ziehen von Gräben und Ausheben von Pflanzen in ungünstigen Bereichen, wo Sie nur knien können. Weitere Spaten, Schaufeln und Grabgabeln für Spezialaufgaben finden Sie in unserer Kategorie Schaufeln/Spaten bei GartenXXL.

 

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2 Kommentare

  1. Avatar
    Renate Arendt
    - 21. März 2016
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    Wo bekomme ich einen Rigolenspaten? 16cm breit 39cm lang?

    • Avatar
      Cara Maria
      - 29. März 2016
        -   Antworten

      Hallo Renate, leider haben wir aktuell dieses Spatenmodell nicht im Angebot. Ich leite deine Anfrage aber mal an das Produktmanagement weiter. Liebe Grüße

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Über Jörn

Jörn

Nach langjähriger Erfahrung im Einkauf und Vertrieb von Garten- und Baumarktprodukten, weiß ich, wo der Hammer hängt. Dabei suche ich nicht nur neue Produkte für den Gartenbereich, sondern mache mir in meinem Garten auch selbst gern die Hände schmutzig, um Hecke und Co. den optimalen Schnitt zu verpassen. Ob Vertikutieren, Mähen oder Gartenhaus aufbauen – ich bin der Mann fürs Grobe.

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