Willkommen im Insektenhotel: Nützlinge hereinspaziert!

Nicht nur in einem naturnahen Garten sind Sie auf Insekten wie Wildbienen, Marienkäfer und Co. angewiesen. Auch in formalen Gärten werden die fleißigen Bestäuber und zuverlässigen Schädlingsvernichter gebraucht, um den Garten gesund und im Gleichgewicht zu halten. Schädlingsbefall fällt immer unangenehm auf, ist aber notwendig, damit sich Nützlinge ansiedeln. So vergehen etwa zwei Wochen vom Blattlausbefall bis zur Ankunft von Marienkäfer und Florfliege.

Aber dann kann es für die Nützlingsarmee beinahe nicht genug Schädlinge geben. Immerhin vertilgt ein einziger Marienkäfer im Larvenstadium über 800 Blattläuse. Eine beachtliche Leistung und ein wirksamer Schädlingsschutz, den Sie durch Schaffung geeigneter Unterschlupfmöglichkeiten fördern können. Für einen rundum tierfreundlichen Garten darf ein Vogelfutterhaus, wie das Promadino Vogelhaus “Sylt” (Kupferdach) mit Fußkreuzständer, mit dem Sie das knappe Nahrungsangebot im Winter ergänzen, nicht fehlen.

Zu Gast im Insektenhotel – Parade der Nützlinge

In unserer “aufgeräumten” Umwelt finden Insekten wie Hummeln, Schmetterlinge und Laufkäfer nur wenige geeignete Unterschlupfmöglichkeiten. Ausgedehnte Wiesen, naturbelassene Wildhecken und Totholz sind in unserer Landschaft selten geworden. Durch den Einsatz chemischer Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmittel in Landwirtschaft und Garten wird weiterer Lebensraum abgebaut. Aber nur dort, wo nützliche Insekten bei Niederschlag – je nach Aktivität bei Tag oder Nacht – und im Winter ein Versteck finden, werden sich diese dauerhaft niederlassen, sich vermehren, Schädlinge bekämpfen und Blüten bestäuben. Für die Blütenbestäubung sind aber nicht nur die Honigbienen zuständig. Vielmehr werden diese von der unermüdlich fliegenden Wildbiene und dem “Workaholic” unter den Insekten, der Hummel, unterstützt, die bei jedem Wetter täglich bis zu 18 Stunden von einer Blüte zur anderen fliegt, vom süßen Nektar kostet und dabei den Pollen verbreitet. Gerade die verschiedenen Bienen- und Wespenarten sind für die Bestäubung der Obst- und Beerengehölze und damit für eine reiche Ernte unerlässlich und stehen dabei selbst als bedrohte Art auf der Roten Liste.

Wie Insekten fördern?

Insekten sollten Sie in Ihrem Garten als willkommene Gäste begrüßen. Und wie ginge das besser, als mit einem Hotel, das genau auf die Bedürfnisse der Insekten abgestimmt ist. Selbst auf Balkon und (Dach-)Terrasse hoch über der Stadt können Sie Insekten anlocken. Insektenhotels erfreuen sich seit geraumer Zeit einer großen Beliebtheit. Am besten sind Insektenhotels, wie das >> relaxdays Insektenhotel, mit mehreren “Zimmern” und unterschiedlicher Innenausstattung, in denen sich viele Insektenarten wohlfühlen. Insekten ziehen sich zudem in Trockenmauern, Totholzstapel, Laub- und Komposthaufen zurück und benötigen Wildpflanzen, Stauden mit ungefüllten Blüten, Kräuter sowie Beerensträucher als Nahrungsquelle.

Bauideen für Ihr Insektenhotel

Bei der Gestaltung eines selbst gebauten Insektenhotels sind Ihnen keine Grenzen gesetzt und sollten Sie Kinder haben, werden sich diese gern am Bau und späteren Beobachten beteiligen. Keine Sorge, die Bewohner des Insektenhotels stechen nicht und können so auch gut aus der Nähe beobachtet werden.

Als Rahmen für Ihr Insektenhotel mit mehreren Quartieren dienen Holzbretter. Aber Achtung, verwenden Sie weder zum Bauen noch als Nistmaterial Nadelholz, da das Harz die Insektenflügel verklebt. Alte, gesäuberte Blechdosen, ausrangierte Obststiegen und Holzpaletten sind ebenfalls als Grundgerüst geeignet. Wenn Sie Ihr Insektenhotel ohne Beine errichten wollen, sollten Sie dieses auf eine Trockenmauer setzen. Andernfalls stellen Sie es auf mindestens 30 Zentimeter hohe Beine oder konstruieren es als kleines, maximal acht Zentimeter tiefes Hängemodell. Insektenhotels können mit und ohne Rückwand realisiert werden. Eine Rückwand aus Holz und/oder frostsicherem Fliesenkleber (dafür den Rahmen mit der Rückseite auf eine Folie legen, zwei Zentimeter hoch Fliesenkleber einfüllen und beispielsweise Bambusstäbe aufrecht hineindrücken) ist immer dann ratsam, wenn Spechte in der Umgebung leben, die sich einfach bezogene Röhren herauspicken und die Bienen- und Wespenlarven fressen.
Als Nistmaterial eignen sich Stroh, Heu, Holzwolle, Laub, Zapfen, Bambus, Schilf, entlaubte Zweige, Äste in verschiedenen Stärken, Rinde, Hartholzscheiben mit vielen zwei bis zehn Millimeter großen Bohrlöchern, gelochte Ziegel, Lehm und Ton. Je nach Materialbeschaffenheit werden sich andere Insekten ansiedeln. So bevorzugen Florfliegen und Marienkäfer Zapfen und Holz, Wildbienen und Grabwespen offene Ziegel, Hohlstängel und teilweise markhaltige Stängel (wie Holunder) und Ohrwürmer Heu und Stroh. Aber auch Erdhummeln, Lehmwespen, Holzbienen, Schlupfwespen und viele mehr finden sich ein. Richten Sie also jedes Zimmer anders ein. Tipp: Schützen Sie feines Nistmaterial mit einem groben, verzinkten Maschendraht vor dem Herausfallen oder lassen Sie das Insektenhotel mit Efeu beranken. Bringen Sie vor einigen Zimmern als Florfliegenmagnet rot gefärbte Lamellen an. In Ihrer Eigenkonstruktion fehlt nur noch ein Schlupfloch für Schmetterlinge – das können Sie mit dem >>Dobar Schmetterlingshaus einfach integrieren. Ein fertig eingerichtetes Insektenhotel können Sie etwa drei Jahre lang so belassen, danach sollten Sie das Nistmaterial austauschen, da sonst Milbenbefall droht.

Wohin mit dem Insektenhotel?

Das Insektenhotel sollten Sie spätestens im September an einem sonnigen, wind- und regengeschützten Standort mit freier Anflugbahn aufstellen. Ein überstehendes Sattel-, Pult- oder Flachdach schützt das Nistmaterial zusätzlich vor Nässe.

Tränken für Insekten und Vögel

Eine flache Schale oder eine Vogeltränke wird nicht nur von den gefiederten Gartenbewohnern zum Trinken und Baden gern angenommen. Achten Sie darauf, dass die Tränke ohne Hindernisse gut erreichbar und katzensicher ist und dass diese flach abfällt, damit Insekten gut trinken können. Ein Gartenteich mit flachem Uferbereich erfüllt den gleichen Zweck. Wenn hier noch etwas Lehm in der Nähe liegt, werden sich Schwalben während des Nestbaus reichlich daran bedienen.

Gefiederte Freunde im Garten

Wenn Sie die Natur in Ihren Garten einladen, dürfen Vögel nicht fehlen. Mit Nisthilfen, wie dem dekorativen Vogelhaus “Wohnwagen-Retro”, locken Sie typische Gartenvögel wie Meisen, Sperlinge und Zaunkönige an und geben Insekten einen zusätzlichen Lebensraum. Je nach Gartengröße und Nahrungsangebot können Sie pro 100 Quadratmeter Fläche einen Nistkasten aufhängen, wobei zwischen den einzelnen Nistkästen ein Abstand von 10 bis 15 Metern eingehalten werden muss.

Richten Sie das ungehindert erreichbare Einflugloch, für Kohlmeisen und Feldsperlinge 32 Millimeter, für Blaumeisen 26 Millimeter groß und für Hausrotschwänze und Bachstelzen als Halbhöhle, nach Osten oder Süden aus. Im Herbst entfernen Sie das alte Nest aus dem Nistkasten und reinigen diesen gegebenenfalls mit warmem Wasser.

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Über Jörn

Jörn

Nach langjähriger Erfahrung im Einkauf und Vertrieb von Garten- und Baumarktprodukten, weiß ich, wo der Hammer hängt. Dabei suche ich nicht nur neue Produkte für den Gartenbereich, sondern mache mir in meinem Garten auch selbst gern die Hände schmutzig, um Hecke und Co. den optimalen Schnitt zu verpassen. Ob Vertikutieren, Mähen oder Gartenhaus aufbauen – ich bin der Mann fürs Grobe.

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