Winterharte Hanfpalme

Längst ist bekannt, dass auch in unseren Breiten einige Palmenarten ganzjährig im Freien überleben können.  Die bekannte Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) ist eine davon. Sie kam in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu uns nach Europa und wird seitdem bei uns kultiviert. 

Von den kühltemperierten Gebieten Europas haben England und das Tessin die längste Tradition in der Kultivierung der Hanfpalme. Dort lässt sich beobachten, wie Hanfpalmen sich gut in das vorhandene Gartenbild einfinden. Diese Palmen wirken besonders gut in kleineren Gruppen mit unterschiedlichen Stammhöhen, als Hintergrund zu Staudenpflanzungen oder niedrigen immergrünen Gehölzen.  Vermeiden sollten sie die Einzelstellung auf Rasen- oder Kiesflächen, denn durch den kahlen hohen Stamm stellt sich oft ein „Zahnstocher-Effekt „ ein. Die Kombination mit Sukkulenten, wie Agaven und Yucca sollte ebenfalls  vermieden werden, um extrem starre Formen zu vermeiden.

So klappt es mit der Hanfpalme

Alle Hanfpalmen kommen in Mitteleuropa an die Grenze ihrer Winterhärte. Nur in klimatisch günstigen Lagen, z.B. auf den Ostfriesischen Inseln in windgeschützten Lagen oder in milden Lagen entlang des Rheingrabens kommen sie ohne Winterschutz aus.

Der Winterschutz sollte durch ein Vlies erfolgen. Dazu binden Sie die Blätter straff zusammen und umwickeln die Pflanze dann mehrlagig mit einem Vlies, so dass ein „Palmenpacket“ entsteht. Der Boden sollte mit Rindenmulch abgedeckt werden, um das Durchfrieren zu verhindern.

In problematischen  Gebieten, in denen Dauerfrostperioden mit  Temperaturen  von unter -12 C°  zu erwarten sind,  benötigt die Hanfpalme zusätzlich ein Niedertemperatur Heizkabel, das zur Entfrostung von Dachrinnen verwendet wird. Dieses Heizkabel wird zusätzlich um die Pflanze gewickelt und wärmt die Luft zwischen Palme und Vlies auf. Der Abstand zwischen den Windungen sollte ca. 10 cm betragen.  Befestigen sie den Winterschutz nicht länger als nötig um die Pflanze, von Dezember bis Mitte März reicht völlig aus. Bei mildem Winterwetter können Sie den „Palmenmantel“  auch entfernen und bei Bedarf wieder anlegen.

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Pflegen und Pflanzung    

Hanfpalmen sind anspruchslos und wachsen auf fast allen Böden, nur schwere wasserhaltende Böden sollten gemieden werden. Palmenwurzeln haben kein Dickenwachstum, Beschädigungen an  Rohren und Mauerfundamenten bleiben somit aus. Standorte, die windgeschützt und sonnig sind werden von der Hanfpalme bevorzugt. Gebäudeseiten, die in süd/südwestlicher Richtung liegen sind optimal.

Gepflanzt wird ab einer Bodentemperatur von 10 C° bis maximal Anfang August. Neupflanzungen sollten drei bis vier Monate regelmäßig gewässert werden, später ist eine regelmäßige Bewässerung nicht mehr nötig. Geben Sie Ihrer Hanfpalme Zeit sich einzugewöhnen, denn erst nach 2 Jahren fühlt sie sich heimisch und beginnt mit dem maximalen Wachstum. Bei einer Stammhöhe von 30-60 cm kann die Hanfpalme optimal verpflanzt werden. Düngen Sie Jungpflanzen (bis 10 Jahre)  einmal jährlich mit einem N-P-K Dünger (Stickstoff-Phosphor- Kalium) im Verhältnis 3-1-2.

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Über Petra Diehl

Petra Diehl

Wenn der Buxus eingeht oder die Buche nicht wie gewünscht gedeiht, stehe ich als Gärtnerin mit Rat und Tat zur Seite. Die Liebe zu Pflanzen und allgemein zur Gartengestaltung habe ich relativ früh entdeckt, ganz klassisch im Garten meiner Großmutter. Meine Affinität zu Flora und Fauna entwickelte sich entsprechend weiter und so machte ich nach Ende der Schulzeit meine Passion zu meinem Beruf. Ich freue mich hier auf einen regen Austausch mit anderen Gartenliebhabern, egal ob zum Thema Pflanzenpflege oder Garten- und Terrassengestaltung.

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